2026 TrailerTour

Trailer-Tour 2026

Genieße Deine Zeit, denn sie kehrt nicht zurück.

Das, was zurück kehrt, ist die Reue, Zeit verloren zu haben.

Einführung

Nur noch 10 Tage bis zum Start unserer Tour – und ich habe noch kein einziges Wort geschrieben… daher sollte ich mal so langsam anfangen, oder?

Eigentlich stand die Tour ja schon wie üblich bereits Anfang Januar fest.  Es war klar, dass wir die Mopeds dieses Mal auf den Hänger laden, nach Gospic/Kroatien fahren und von dort aus eine Runde über den Balkan drehen. Dadurch sparen wir Zeit bei der An- und Abreise , da wir bedingt durch Rocco´s Therapie im Gegensatz zu sonst keine 3,5 Wochen, sondern eher nur 2 Wochen zur Verfügung haben. Mit meiner Cousine Sandra war schon ausgemacht, dass wir das Auto und den Hänger bei ihr abstellen können, unsere Tour fahren und auch etwas Zeit mit der Jugo-Familie verbringen wollen.

Allerdings hat Rocco´s Untermieter uns einen kleinen Seitenhieb verpasst und es war zwischendurch auch mal gar nicht sicher, ob wir überhaupt fahren können. Eigentlich ist immer noch einiges in der Schwebe und wir planen mit sämtlichen Eventualitäten und möglichen Hindernissen.  Wie es dann letztendlich wird, sehen wir dann in 10 Tagen, aber wir sind zuversichtlich, dass alles gut geht und wir die Tour machen können, so lange Rocco noch dazu in der Lage ist.

Auch hatten wir überlegt, ob wir die Fahrräder mitnehmen sollen? Mittlerweile haben wir fast so viel Spass damit, wie mit den Mopeds. Gospic und Umgebung geben da sicherlich einige schöne und spannende Routen her. Sogar Fahrten an der Küste und den Inseln war im Gespräch. Bock hätten wir schon darauf, aber wir haben uns jetzt doch dagegen entschieden. Ein paar Tage haben wir dafür im Anschluss an unsere Tour noch zur Verfügung. Zwar dann in heimatlichen Gefilden, aber da ist es auch schön und muss uns genügen.

Bevor es losgehen kann, stehen nächste Woche noch einige wichtige Termine an (Therapie, Frisör, Zahnarzt, Hochzeit, usw). Wenn dann alles so läuft, wie wir uns das wünschen, sieht der Plan wie folgt aus:

  • Abfahrt nach Gospic am Pfingstsonntag früh morgens, Ankunft bei Sandra hoffentlich am frühen Abend . Auto und Hänger abstellen, Mopeds satteln.
  • Start der Tour von Gospic aus am Pfingsmontag (den Feiertag gibt es aber in Kroatien nicht 😛 )
  • 9-10 Tage kreuz und quer mit den Mopeds durch Bosnien und Kroatien mit einigen Highlights und Sightseeings. Wir werden sowohl bekannte als auch unbekannte Wege und Destinationen ansteuern (kleiner Spoiler: Bihac wird auch wieder dabei sein – und wir sind gespannt, ob wir es dieses Mal bei Sonnenschein erleben dürfen *grins*).
  • im Anschluss 3-4 Tage Chill-out in Gospic mit (hoffentlich) Familientreffen
  • Rückreise Sonntag 07.06.2026

Rocco hat die letzten Monate noch einiges am seinem Foto- und Film-Equipment geändert.  Nachdem er sich letztes Jahr so sehr über die GoPros geärgert hatte, wurden diese nun kurzerhand durch DJIs ersetzt – so 😈 ! Aber wie es so oft der Fall ist: wenn eine Komponente in einem System geändert wird, dann ist alles andere auch nicht immer wirklich kompatibel. Daher muss also an mehreren Stellschrauben gedreht werden, damit wieder ein funktionelles System geschaffen wird. Jetzt müsste aber alles soweit passen, dass wir unsere gemeinsame Zeit wieder in Bild und Ton einfangen und was Schönes draus machen können.

Rocco und ich sind (wie auch schon beim letzten Mal) irgendwie total tiefenentspannt. Wir freuen uns beide sehr auf die Tour, aber die Aufregung mit Packen, Planen, Haare raufen, Pläne über den Haufen werfen und neu schmieden, usw geht uns irgendwie ab.  Liegt es an der Erfahrung? Oder liegt es daran, sich nicht zu sehr darauf zu freuen, damit es nicht so enttäuschend wird, wenn es nicht klappen sollte (aus welchem Grund auch immer)? Keine Ahnung. Wir nehmen es so, wie es ist und machen kein Drama draus, hahaha.

Eins ist sicher: es ist und bleibt spannend bis zum Schluss!

Vorbereitungen

Donnerstag, 21.05.2026

Nur noch 3 Mal schlafen und dann geht es los – uuuuhhhh aufgregend !!!

Heute wollten wir die Motorräder schon auf den Hänger packen, da wir die nächsten beiden Tage mit der Hochzeit von Deborah und Szymon beschäftigt sein werden. Wir dachten, es wäre eine gute Idee, damit wir dann am Samstag Abend nicht noch die Mühe hätten. Also kurz vor 18:00 Uhr zu den Mopeds, meins springt an und Rocco´s Magarac gibt keinen Mucks von sich – lediglich ein saft- und kraftloses  „klack-klack-klack“.  Ist doch nicht wahr, oder? Der hat sich schon ein paar Mal in der letzten Zeit wie ein Esel benommen, sich aber dann immer wieder normal verhalten. Tja, nutzt nix, es muss schnell noch eine neue Batterie her – die alte ist aber doch noch gar nicht so alt, max 2 Jahre !!! Wie gesagt, jammern bringt nix, ab zu Polo und eine neue Batterie kaufen. Bis wir wieder zurück waren, hatten wir schon keine Lust mehr, uns noch mit den Böcken zu plagen, so müssen wir jetzt halt doch am Samstag alles erledigen…

Bei allem Ärger über die doofe Batterie sind wir aber doch froh, dass wir es heute gemerkt haben und nicht erst am Samstag Abend – da wäre es etwas schwieriger geworden, eine neue zu bekommen. Hat wohl mal wieder so sein müssen…

Samstag, 23.05.2026

Sodele, nachdem wir alle unsere sonstigen Termine erledigt haben, ging es heute darum, die neue Batterie einzubauen und die Mopeds endlich auf den Hänger zu laden. Die Batterie war recht schnell eingebaut, aber das mit dem Verladen ging dann etwas länger… also nicht, dass wir keine Ahnung hätten… nein, eigentlich wissen wir recht gut, wie es geht. Auch wenn ich mein Moped fast vom Hänger geschmissen hätte (upsiii) haben wir es auch geschafft, sie richtig schön und stabil festzuzurren.

ABER: man denkt ja manchmal , dass man es noch etwas besser machen könnte… Man könnte z.B. die Schiene weiter nach vorn versetzen, damit das Gewicht mehr nach vorn kommt. Also Schrauben gelöst, Schiene verschoben, um dann festzustellen, dass man die Schienen nur in bestimmten Positionen verschieben kann. Und wenn es mit den Schienen passt, passt es nicht mit meinen Fußrasten – die sind dann nämlich am Radkasten im Weg. Passt nicht!  Also alles wieder zurückbauen – arrrrgggghhh. Es heißt nicht umsonst:  „never touch a running system“. Dies muss also zu einem anderen Zeitpunkt und mit etwas größerem Aufwand und längerer Überlegung gemacht werden.

Die Mopeds sind verzurrt und jetzt müssen nur noch die Satteltaschen, Packtaschen, Topcases und nicht zu vergessen die Moped-Klamotten in den Kofferraum geladen und so verstaut werden, dass alles passt.

Es ist zwar ganz gut, dass wir den Hänger haben, um uns die längere Zeit für die An- und Abreise zu sparen, aber ganz ehrlich – es ist viel viel mehr Aufwand als einfach die Motorräder zu packen, die Moped-Klamotten anzuziehen und loszufahren. Aber gut, auch diese Erfahrung dürfen wir jetzt machen.

Der Plan ist, morgen gleich um 4:00 Uhr in der Frühe zu starten, damit wir hoffentlich am frühen Abend in Gospic sind.

FREU !  FREU ! FREU !!!

Berberov Buk

Die TouR beginnt

Sonntag, 24.05.2026

Sonntag morgen 3:00 Uhr – der Wecker schreit mich an, dass ich aufstehen muss – aaahhhh, muss das sein? JA – das muss, Tanja, schließlich wollt Ihr spätestens um 4:00 Uhr losfahren! Ah, stimmt, da war was…

Es wurde dann doch 4:30 Uhr, bis wir losgefahren sind. Es musste ja auch erstmal der Hänger mit den Motorrädern ans Auto dran, aber hey – wir haben ja Zeit.

Kurz vor Stuttgart fällt mir ein, dass ich meinen Reisepass nicht eingepackt habe – sch….  . Für Reisen in Europa eigentlich nicht notwendig, aber Bosnien gehört ja nicht zur EU. Nach einer kurzen Recherche im Internet konnte ich aber beruhigt sein, denn mit dem deutschen Personalausweis ist das kein Problem.

Auf der Autobahn alles ruhig – freie Fahrt. Geil – ABER wenn man nur 100 km/h fahren darf (naja, eigentlich auf deutschen Autobahnen nur 80 km/h 😉 ) , ist das dann einfach nur frustrierend… Es gab auch die ein oder andere Baustelle und den ein oder anderen Stau in Österreich, der uns dann doch einiges an Zeit gekostet hat. Und es war richtig heiß – zum ersten Mal war ich froh, im klimatisierten Auto fahren zu können, hahaha, richtig ungewöhnlich!

Um 11:30 Uhr hab ich dann nach einem kleinen Schläfchen das Fahren übernommen. Jahaaaa, hab mich getraut! Eigentlich kein Problem, wenn es vorwärts geht und ich nirgends wenden muss, hahaha.

Und dann machte es plötzlich BEEEEEP – „Kühlwasser kontrollieren, Bordbuch anschauen“ – hmm, was ist das denn? Naja, Auto fährt noch, mal sehn, wie es weiter geht. Beim Tankstopp in Slowenien füllte Rocco dann das Kühlwasser auf – und es verschwand… Moment mal, wohin? Hmm, merkwürdig. Was ist denn nun los? Das ist nicht normal! Nach kurzer Rücksprache mit Damian (der uns auch nichts genaues sagen konnte) fuhren wir dann weiter – wir haben noch knapp 400 km vor uns…  Schaffen wir das? Probieren!

Wir haben dann doch noch zweimal gestoppt, und versucht Wasser aufzufüllen, das jedoch auch weiterhin verschwand – ins Nirwana… Die Motor-Temperatur blieb konstant bei 90°C, also weiter. In Gospic angekommen und auf den letzten 5 km bis zu unserer Unterkunft bei Sandra stieg sie dann doch dramatisch an und wir schafften es gerade noch bis zum Ziel! Angekommen! 19:30 Uhr und total erledigt und etwas beunruhigt wegen des Passeratis…  Wir haben dann auch nur kurz die Mopeds vom Hänger geladen und alles andere sehen bzw. versuchen wir morgen zu regeln !

Und wieder mal:  eine echte Contino-TouR ! Wir können es halt, gell 😉

Montag, 25.05.2026

Nach einer sehr guten Nacht waren wir heute morgen schon sehr früh wach und genossen die Ruhe und Abgeschiedenheit hier in Rastoka – irgendwo im Nirgendwo bei Gospic.

Der Plan für heute war ja eigentlich, kurz zum Blutabnehmen zu gehen (Rocco muss das unter der neuen Therapie 1x/Woche machen) und dann auf die Mopeds zu steigen und die Moped-Tour so richtig zu starten. ABER:

Wir müssen uns zunächst um das Problem mit dem Auto kümmern, sonst kommen wir nicht zurück! Sandra konnte Ihren Automechaniker darauf ansetzen, aber der kann erst morgen drüber schauen. Also haben wir beschlossen, heute einen ruhigen Tag in dieser abgelegenen Gegend einzulegen und uns von den Strapazen der letzten Woche zu erholen und dann morgen die Blutentnahme (hat übrigens auch Sandra organisiert)  und das Auto zu erledigen.

Unsere eigentliche Motorrad-Reise startet somit voraussichtlich erst am Mittwoch. Wir sind da ja flexibel. Zum Glück. Wir machen halt das, was möglich ist in der Zeit, die uns zur Verfügung steht. Und wenn das bedeutet, dass wir nicht alles machen können, was wir uns vorgenommen haben, dann geht die Welt auch nicht unter. Hauptsache, es geht uns gut und wir fühlen uns wohl!  Das ist wahrer Luxus !!!

Nachtrag

Um 12:00 Uhr hat uns dann doch noch die Lust auf´s Fahren gepackt. Also haben wir uns kurzerhand in die Moped-Kluft geworfen und sind eine kleine Runde durch den Velebit gefahren.

Eigentlich wollten wir an einen See hier in der Nähe, doch 3 km vorher ging der sowieso schon sehr schmale aber sehr geile Contino-Weg in sehr grobkörnigen, losen Schotter über – und das bergauf. Dies haben wir aber heute sein lassen, zumal wir noch nicht wirklich „im Flow“ sind. Nichts riskieren gleich am Anfang, gell. Ein paar Meter davor haben wir einen Wegweiser gesehen, der zu einer Quelle führte – nett, dachten wir, dann halt das. Nachdem wir die Mopeds dann im Hof eines Anwohners mitten im Wald parken durften, liefen wir noch die restlichen 80 m bis zur Quelle. Naja, war jetzt nicht der Hit, aber eine nette Abwechslung und Übung für die kommenden Tage, hihi.

So sind wir dann also anschließend ein Stückchen weiter ins Velebitgebirge gefahren. Schöne kleine kurvenreiche Sträßelchen durch den Wald – eben so, wie wir es mögen. An einer Abzweigung kamen wir dann wieder auf einen schottrigen Weg. Der war zwar einigermaßen gut befahrbar, jedoch hätte der sich über 30 km so hingezogen. Und wie vorhin auch schon – noch fehlt uns der „Flow“. Also haben wir nach ein paar hundert Metern wieder gewendet und machten uns dann auf den Rückweg.

Unterwegs genossen wir noch einen Kaffee in einer kleinen Bar am Straßenrand und realisierten dort: „hey, wir sind unterwegs!“ *griiiins*

Nun sitzen wir wieder an unserer „Basis“ und chillen weiter und ärgern uns ein bisschen mit dem Netz hier rum – Rocco hatte von gestern wieder einen Short fertig, kann diesen aber nicht hochladen – keine Chance 🙁 . Naja, dann muss das halt warten bis wir wieder unterwegs sind und besseres Netz haben (in Bosnien???). Wir werden sehn.

Dienstag, 26.05.2026

Heute morgen sind wir recht früh nach Gospic zu Sandra gefahren, denn die hat das mit der Blutentnahme und der Werkstatt organisiert. Nachdem das mit dem Blut erledigt war, fuhren wir das Auto zur Werkstatt Sandra´s Vertrauen und der Mechaniker wollte sich dann bei uns melden, sobald er weiß, wo das Problem ist. Blutwerte werden gegen Mittag übermittelt, also bleibt erstmal Zeit für ein leckeres Frühstück in einer Kaffee-Bar am Marktplatz und anschließendem Einkaufsbummel. Bis alles erledigt war, war es schon Mittagszeit. Mittlerweile kamen auch schon die Blutwerte – alles im grünen Bereich, also alles bestens.

Sandra hatte (verständlicherweise) keine Lust zu Kochen, also sind wir mit Ihrem Sohn und der Tochter von Ivica um 14:00 Uhr in ein schönes Restaurant in die Pampa gefahren. Nach einem leckeren Essen hatten wir noch Lust auf einen kleinen Spaziergang durch den Wald in dieser wunderschönen Gegend.

Und wenn man dann noch so einen Ausblick bekommt, dann ist das doch alle Mühe wert!

Plötzlich hatten wir die Adria vor uns! Und das nur 25 km von Gospic entfernt! Ok, von dort, wo wir standen bis ans Meer waren es dann doch nochmal 30 km aber der Anblick war so richtig zum Dahinschmelzen!

Auf dem Rückweg zum Auto kam dann auch schon die Nachricht vom Mechaniker: Wasserpumpe und Zahnriemen defekt. Soll er es richten oder nicht? Naja, was für eine Frage, natürlich richten – wir müssen ja mit dem Auto schließlich wieder nach Hause! Seinen Vorschlag, in demselben Arbeitsschritt auch gleich einen Kundendienst mit Öl- und Dichtungswechsel zu machen haben wir natürlich auch zugestimmt – macht ja auch Sinn, wenn der Motor sowieso schon offen ist, oder? Er bestellt also jetzt die Teile (Originalteile!) und repariert uns das Auto bis Mittwoch nächster Woche. Und das ganze verglichen mit den Preisen bei uns für ´nen Appel und ´n Ei (€700 Material / €200 Arbeit). Wir sind rundum glücklich, dass es jetzt sooo gut gelaufen ist und können somit morgen unsere eigentliche Motorrad-Tour starten – YES!

Alles in allem ein sehr erfolgreicher und angenehmer, gechillter Tag – „HVALA SANDRA !!! „

Gestern Abend mussten wir feststellen, dass das Nichtstun an einem Ort nichts für uns ist. Mal einen Tag chillen ist ja ok, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ich zwei Wochen so verbringen soll – uaaaahhhh. Daher freuen wir uns einfach, morgen in Richtung Krka-Wasserfälle zu starten – mit den Motorrädern !!! LÄUFT !!!  😆

 

(Endlich) On Tour !

Mittwoch, 27.05.2026

Endlich! Endlich können wir mit unserer eigentlichen Tour starten. Endlich auf die Mopeds steigen und FAHREN! Wir freuen uns wie Bolle – yeahiiiieeee.

Doch zunächst mussten wir dem morgendlichen Konzert der Vögel lauschen. Mitunter hatte man das Gefühl, man sei irgendwo im Urwald. Morgens um 6:30 Uhr hört sich die Welt mitten in der Natur einfach sehr, sehr schön an. Und nach einem kurzen Frühstück, konnten wir endlich die Mopeds packen, satteln, uns verabschieden und dann ging es los. Und wie immer, hatte Rocco bereits nach 3 Kilometern mit der Technik zu kämpfen, haha. Selbst die Kühe haben ihn dabei beobachtet „muuhhh, was macht den der da mhuuuhahahaha“

Los ging es in Richtung Karlobag. Dafür mussten wir die schöne kurvige Strecke bis zum Kubus hoch fahren, von wo aus man dann diesen phantastischen Blick auf´s Meer mehr bekommt. In einem Moment ist man noch mitten im Wald und Gebirge und im nächsten Moment sieh man die Adria mit den steinigen, weißen vorgelagerten Inseln. Wir hatten diesen Anblick schon so oft, aber es haut uns immer wieder auf´s Neue um. Und Fotos müssen natürlich auch sein.

In Kehren und Windungen ging es dann hinunter nach Karlobag, wo wir erneut einen Zwischenstopp einlegen mussten. Dort, wo wir immer stehen bleiben, direkt am Hafen bei dem Bäcker-Anhänger. Das Meer direkt vor der Nase mit glasklarem blauem Wasser und einem Anblick, als ob man in ein Aquarium blicken würde.

Blue Eye Kroatien

So satt gesehen verabschiedeten wir uns von den Fischen und setzten unseren Weg auf der schönen und kurvenreichen Küstenstraße bis Starigrad fort. Rechterhand immer das Meer und die Inseln, linkerhand das Gebirge. Bei Starigrad bogen wir dann ins Landesinnere ein. Und landeten nach einer weiteren halben Stunde dann an einem wunderschönen Fleckchen Erde in Kroatien:

Mittlerweile war es schon so heiß, dass wir auch am liebsten direkt reingesprungen wären. Dies ist der Berberov Buk – und der Fluss ist die Zrmanja. Wir waren hier an den Wasserfällen der Zrmanja. Und ziemlich schnell war klar, dass wir hier nicht einfach nur kurz reinschauen können, ohne die Drohne steigen zu lassen. Also einmal auf die andere Seite, um etwas abseits agieren zu können – natürlich alles in Mopedklamotten bei 30°C – schön blöd, oder? Aber der Weg hat sich gelohnt, vor allem, wenn man über solch eine cooole Brücke gehen (und später auch fahren!) darf

Auf der anderen Seite hat dann Rocco die Drohne fliegen lassen

während ich die Natur etwas erkunden durfte – einfach überall Wasser !!!

Nach der Arbeit kommt dann das Vergnügen, richtig? Für uns bedeutete das, auf der schattigen Terrasse direkt an den Wasserfällen

einen Salat zu essen, uns ein bisschen zu aklimatisieren und unseren Weg über die coole Brücke mit ihren Metallplatten dann bei größter Hitze fortzusetzen – Mimimi denkt man? Nein, isso, guck:

Nur gut, dass wir unsere Sommerjacken dabei haben, sonst würden wir hier eingehen! In Spitze haben wir heute unterwegs 34,5°C erreicht…

Unser nächstes Ziel wäre eigentlich eine Mühle und eine Höhle gewesen, aber leider war der Weg nicht mit dem Motorrad befahrbar und die Hitze hat ihr übriges noch dazu gegeben – so entschieden wir, weiter nach Skradin zu fahren, was unser heutiges Ziel ist. Rocco hatte schon gestern hier ein Zimmer in einem Guesthouse für 2 Nächte gebucht, da wir morgen den Nationalpark Krka erkunden möchten. Die Unterkunft war schnell gefunden, der Eingang keine 50m um´s Eck. Die Mopeds stehen sicher im schönen und schattigen Hof, der immer zugeschlossen ist. Nach einer ausgiebigen Dusche, die wirklich notwendig war, da wir beide komplett nass geschwitzt waren, haben wir noch etwas die nähere Umgebung erkundet, einen nicht lohnenswerten, anstrengenden Aufstieg zu einer vermeintlichen Burg gemacht und ich habe endlich mal gesehen, wie die Kaktusfeigen aussehen, bevor sie zur Frucht werden.

Noch kurz im Supermarkt ein paar Sachen eingekauft, im Hof gevespert (Rocco ist nicht er selbst, wenn er Hunger hat…) wo wir nun sitzen, den Tag Revue passieren lassen  und „arbeiten“, hahaha.

So – ein sehr schöner erster Fahrtag! Allerdings haben wir auch richtig realisiert, dass es ungewohnt für uns ist, so wie jetzt zu reisen. Nichts war wie sonst – selbst das Packen war ungewohnt, die Technik war nicht an ihrem Platz, irgendwie flutscht es noch nicht richtig (bis auf das Fahren, das geht super!) Aber das kommt bestimmt noch. Und wenn wir dann grad schön drin sind, ist es auch schon vorbei – mhhhhmmmmm. Egal, wir genießen den Moment und der ist sehr schön!

Ach übrigens, die kurzen Clips sind jetzt auch jeweils da – dank sehr gutem und schnellen Netz 😎

Donnerstag, 28.05.2026 (Krka Nationalpark)

Morgens 6:00 Uhr in Skradin – der Wecker hat noch nicht geklingelt und ich war schon wach. Also aufstehen, in Ruhe Kaffee trinken, Rucksack mit Getränken und weng Obst bestücken und pünktlich um 7:30 Uhr los zur Rezeption des Nationalparks Krka – gleich um´s Eck. Tickets waren schnell bezahlt und um 8:00 Uhr ging es mit dem ersten Boot ca 20 Minuten über den Fluss / See hinein in den eigentlichen Nationalpark.

Gut so, so hatten wir noch nicht so viele Menschen um uns herum und konnten in relativer Ruhe unsere Runde im Skradinski Buk drehen – das ist der erste Teil mit den 7 Wasserfällen, vorbei am Wasserkraftwerk und der alten Wassermühle. Sehr, sehr schön zu laufen über hölzerne Stege und überall um einen herum wie gewohnt das Wasser zu allen Seiten. Froschkonzerte an allen Ecken und Vogelgesänge in allen Bäumen und Sträuchern. Libellen und Schmetterlinge in sämtlichen Formen und Farben, Fische in sämtlichen Größen im Wasser – herrlich! Ich lasse jetzt einfach ein paar Bilder sprechen:

Nach knapp 2 Stunden waren wir dann wieder am Ausgangspunkt und mussten erneut wieder hinauf laufen zum Ticketschalter für das Boot nach Visovac und den Wasserfall Roški Slap, den man nur vom Boot aus sehen kann. Die 400 Meter bis zum Bootsanleger waren auch schnell geschafft und da wir etwas früh dran waren, gab es erstmal ein kleines Obst-Vesper, bevor es um 11:00 Uhr auf´s Boot ging.

Eigentlich dachten wir, das wäre wieder so ein Boot mit 100 Leuten – von wegen, es war ein kleines Motorboot, wo nur 12 Personen drauf passen – sehr geil!

Die ganze Tour soll 4 Stunden dauern, wobei wir die ersten 45 Minuten damit verbrachten, über den Visovacer See zur Insel Visovac zu fahren.

Der Bootsmann war so erfahren, dass er das Boot blind gesteuert hat, hahaha

Auf der Insel Visovac hatten wir eine halbe Stunde „Landgang“ – wer wollte, konnte das Franziskanerkloster und das Museum besichtigen. Wir hatten aber nicht wirklich Lust dazu und haben einfach eine runde um die Insel gedreht (was nach 5 Minuten erledigt war…), kurz die vielen Pfauen auf der Insel bewundert und anschließend ging es pünktlich weiter auf dem See zu den Wasserfällen und unserem nächsten Highlight. Nach 20 Minuten sah man dann schon von weitem die Wasserfälle

Naja, sieht jetzt ziemlich unspekakulär aus – aber wenn man mit dem Boot bis auf 2 Meter an die Wasserfälle herangefahren wird und da auch ein paar Minuten verweilen darf, dann ist das schon was ganz besonderes!!!

50 Meter daneben ist der Bootsanleger und wir hatten dort noch einmal „Langang“ für etwas mehr als eine Stunde. Unsere Mitreisenden sind alle auf Wanderschaft gegangen, es gibt da auch einiges zu besichtigen, wie z.B. eine Höhle und eine Ruine. Wir wollten eigentlich auch, konnten uns aber nicht wirklich dazu aufraffen, da es wieder einmal ein richtig heißer Tag war und wir keine Lust hatten, uns in dieser Hitze zu verausgaben – sorry. So haben wir uns ein bisschen umgesehen, die alten Wassermühlen und Stampfen besichtigt und direkt am „Hafen“ in einer der vielen gastronomischen Einrichtungen im Schatten der Bäume eine Brotzeit mit lokalen Spezialitäten genossen.

Pünktlich um 14:00 Uhr hieß es dann wieder Plätze im Boot einnehmen für die  Rückfahrt zum Skradinski Buk – unserem Ausgangspunkt, wo wir dann nach 1 Stunde wieder sicher an Land gingen. Von dort aus ging es erneut am ersten Wasserfall vorbei wieder zum Ein- bzw. diesmal Ausgang, wo uns ein weiteres Boot wieder nach Skradin brachte. Dieses Mal leider voll besetzt mit sicherlich 200 Menschen. Aber gut, war nicht schlimm und wir konnten die 20 Minuten Fahrt trotzdem noch genießen und Blödsinn machen

In Skradin am Hafen gönnten wir uns dann noch einen Cappuccino und eine vergoldetes Stück Skradiner Torte… muss vergoldet gewesen sein, denn sonst hätte der Kuchen nicht €7,00/Stück gekostet, oder? Ok, er war wirklich sehr lecker aber der Preis hat mich dann doch etwas erstaunt…

Sehr schön war es – und die Zeit verging wirklich wie im Flug. Zwischendurch mussten wir allerdings leider feststellen, dass die Mehrheit der Touristen einfach nur unfreundlich sind, wenn sie sich nicht im eigenen Land befinden. Man hört von denen keinerlei „Danke“ oder „Bitte“. Es wird einfach nur gefordert, denn schließlich zahlt man ja dafür. So ein Verhalten finden wir einfach nur unmöglich. Ja, wir zahlen dafür, aber hey, man kann sich doch trotzdem benehmen, oder? Danke und Bitte sollten eine Selbstverständlichkeit sein – überall auf der Welt und in jeder Sprache! Kein Wunder also, wenn die Einheimischen nicht immer gut zu sprechen sind auf die Touristen, auch wenn sie letztendlich davon leben (müssen). Und kein Wunder, dass die Leute dann mir gegenüber sehr herzlich und zuvorkommend sind, wenn ich dann in der Landessprache antworte oder etwas frage. Das erleben wir hier immer wieder auf´s Neue.  Naja, einfach besser machen als die anderen!

Morgen geht es weiter in Richtung Bosnien. Der genaue Plan für Bosnien steht derzeit noch nicht fest, also bleibt es wie immer spannend bei Contino-Tours 😉

Freitag. 29.05.2026 (auf nach Bosnien!)

Gestern Abend kam noch ein Studentenpärchen aus Aachen im Guesthouse an. Biljana, die Gastgeberin bat uns, Ihnen doch alles zu erklären mit dem Krka-Nationalpark, da wir ja auch deutsch sprechen würden und uns ja jetzt auskennen würden 😉. Das haben wir natürlich gern gemacht und uns noch ein Weilchen mit den beiden unterhalten bevor wir noch zum Hafen spazierten, um dort einen kleinen Imbiss an einer der Buden zu uns zu nehmen – mjammm.

Nachdem wir beide gestern bedingt durch die Bauart des Guesthouses und der damit verbundenen Akkustik nur schwer in den Schlaf finden konnten (zwischendurch dachten wir, wir wären direkt in der Dusche der Nachbarn nebenan und oben…), wachten wir heute Morgen trotzdem recht früh auf. Nach einem Kaffee und ein bisschen Frühstück und der Verabschiedung von Biljana, ging es schon um 8:00 Uhr los auf die Straße.

Nach einem kleinen kurvenreichen Abschnitt ging es nach kaum 7 km wieder von der Hauptstraße runter, denn dort wartete ein Lost-Place auf uns: eine ehemalige Aluminium-Fabrik. Das sah wirklich sehr spannend aus und wir stellten die Mopeds seitlich von den Gebäuden ab, machten die Technik bereit und begaben uns auf´s Gelände. Auf dem Boden neben den Mopeds stand „Privat-Gelände – Zutritt verboten“ – aber das kennen wir ja von Lost-Places und haben uns keine Gedanken darüber gemacht.

 

Nach 5 Minuten, wir sind gerade erst zum Haupteingang vorgedrungen, hörten wir dann ein Auto – das gewendet und vor dem Haupttor geparkt hat. Heraus kam ein Mann, der uns höflich darauf aufmerksam machte, dass die Privatgelände sei, fotografieren verboten sei und wir doch bitte umgehend das Grundstück verlassen sollen. Arrgggh, erwischt!!! Selbstverständlich haben wir uns ohne Diskussion gefügt. Wir vermuten, dass irgendwo Kameras angebracht waren, die uns verraten hatten und schwupps, war der Mann alarmiert. Nun ja, schade, aber hat dieses Mal halt einfach nicht sollen sein. Unsere Versuche, etwas abseits zu parken und mit der Drohne ein paar Aufnahmen von oben einzufangen waren auch nicht erfolgreich, also wieder zurück nach Skradin und dort in Richtung Knin, immer am Krka Nationalpark entlang.

Unterwegs hielten wir noch an einem View-Point, von wo aus man den 2. Wasserfall des Nationalparks Krka „Brljan“ sehen konnte – nun ja, zumindest aus der Ferne.

Rocco hat die Drohne steigen lassen und fing dann auch den dritten und größten Wasserfall von oben ein – Manojlovacki Slap. Leider hat man diesen von unserer Position aus nicht gesehen, sondern nur gehört. Gestern hatten wir kurz überlegt, ob wir den nicht heute morgens noch besichtigen sollen, aber wir hätten dann die Moped-Klamotten an- oder uns vor Ort umziehen müssen, denn der Weg vom Parkplatz dort runter ist recht mühsam und das wollten wir uns dann doch nicht antun – das machen wir halt ein anderes Mal.

Was wir uns jedoch angetan haben (in Moped-Klamotten!), war der 1. Wasserfall „Bilušica Buk“ ein paar Kilometer weiter. Dorthin gelangten wir von der Hauptstraße über einen waschechten Contino-Weg bis zu einem Schotterparkplatz mitten im Gebüsch. Von dort aus ging es 400m lang über einen steinigen, steilen Serpentinen-Wanderweg nach unten, Höhenmeter gefühlt 200! Fast unten angelangt war linkerhand mit Gebüsch und Bäumen überwachsen eine alte, verlassene Mühle.

Normalerweise bin ich ja diejenige, die gleich in jedes Loch reinkriecht, aber da war ich mir nicht so sicher, sah schon sehr „lost“ aus. Doch nachdem Rocco beherzt reingegangen ist, konnte ich natürlich nicht außen vor bleiben und es hat sich gelohnt. Sehr spannend, auch wenn man im ersten Moment nichts gesehen hat. Und man musste aufpassen, wohin man tritt. Allein dafür hat sich der Abstieg schon fast gelohnt, nun hatten wir also doch noch unseren zwar kleinen, aber feinen Lost-Place bekommen 😉.

Aber weiter, wir wollten ja zum Wasserfall. Ab hier war es schön schattig und kühl, bedingt durch das Wasser, das auch hier überall entlang fließt. Der Viewpoint dafür war komplett zugewachsen, so stiegen wir über eine steile Treppe und über ein ausgewaschenes Ufer nach unten, immer dem Wasserrauschen entgegen. Und dort war er dann in seiner ganzen Pracht.

Nicht groß, aber trotzdem beeindruckend und schön; vor allem, weil wir ihn ganz für uns allein genießen konnten! Nachdem wir einige längere Momente inne hielten,

den Wasserfall und die Umgebung ausgiebig genossen hatten, ging es auch schon wieder an den Rückweg. Umso beschwerlicher, da der Weg wie erwähnt steinig, steil und teilweise mitten in der Sonne war.

Dennoch schafften wir es heil aber total verschwitzt wieder zu den Motorrädern zurück.

Und dort überlegen wir dann, nochmal nach Knin zur Quelle der Krka zu fahren. Das liegt nur ein paar Kilometer von hier entfernt. Wir waren zwar schon dort, aber das rundet unseren Ausflug zum Krka Nationalpark einfach ab – zum Ursprung des ganzen Naturwunders.

Auch dieses Mal waren wir fast allein dort. Und auch dieses Mal wunderten wir uns, wieviel Wasser aus solch einer unscheinbaren Quelle austreten kann.

Wir kennen das bei uns im Schwarzwald ja so nicht. Unsere Quellen (sei es die Breg oder die Brigach) beginnen immer ganz winzig klein, eher ein Bächlein als ein Fluss und wachsen dann mit den Kilometern. Alle Quellen, die wir hier besuchen und bestaunen durften, führten schon so viel Wasser und haben solch eine Starke Strömung, dass der Fluss dann schon von „Geburt“ an mehrere Meter breit, wenn auch nicht so tief ist. Wir genossen also auch hier dieses Naturwunder, zumal ja sich hier auch der Wasserfall Krcic direkt neben der Quelle in die Krka ergießt.

Und eine schöne Abkühlung war es außerdem, denn die Temperaturen kletterten schon um 10:00 Uhr auf 27°C!

So, jetzt aber auf nach Bosnien! Bis zum Grenzübergang Strmica war es nicht mehr weit und wir durften uns bis auf mehr als 900m  in die Höhe schrauben. Da wurde mir zum ersten Mal seit Tagen wieder kalt auf dem Moped – die Temperaturen deutlich gesunken auf 20°C und in der Sommer-Moped-Jacke doch recht frisch. Aber die Umgebung und die Straße haben es dann wieder wett gemacht – schöne kurvige Strecke, tolle Natur. Aber allzuviel gucken war nicht, denn der Blick auf die Straße ist wichtig, damit man nicht vom Weg abkommt vor lauter Glotzen, hahaha. Und an der Grenze angekommen merkten wir dann, dass wir nicht im Flow sind – umständlich mussten wir den Ausweis und die Fahrzeugpapiere rauskramen. Aber alles gut, wieder einpacken und weiterfahren. Ein paar Meter weiter dasselbe Spiel – oh Mann, klar: die erste Kontrolle war die Ausreise aus Kroatien und die zweite Kontrolle war die Einreise nach Bosnien! Hatten wir überhaupt nimmer auf´m Schirm, tststs. Wir hatten Touren, da haben wir mehrere Grenzübergänge am Tag gehabt und da hat es nur so geflutscht – und heute haben wir uns benommen wie die Anfänger, hahaha. Egal, jetzt sind wir in Bosnien und ich bin sogar ohne Reisepass und nur mit Ausweis problemlos reingekommen!

Zum nächstgrößeren Ort Bosansko Grahovo ging es dann über eine sehr schöne Bergstraße und im Ort angekommen steuerten wir die nächste Tankstelle an. Sowohl zum Tanken (für  umgerechnet €1,60/98 Oktan oder €1,50/95 Oktan!) als auch zum Erwerb einer Tourismus SIM-Karte, damit wir keine Roaming-Gebühren zahlen müssen, da Bosnien ja bekanntlich nicht zur EU gehört. Diese Karten hatten wir zum ersten Mal auf unserer Balkan-Tour 2024 in Albanien kennen gelernt. Da ist eine Daten-SIM-Karte für Touristen, die in allen Balkan-Ländern gilt für 1 Woche gültig sind und nur 15-20 Euro kosten. Sehr cool!  Das Navi-Handy bekommt diese SIM-Karte und dient sowohl unseren Smartphones und als auch den Notebooks als HotSpot. Funktioniert hervorragend, nur darf man sich nicht allzu weit von Doris (dem Navi) entfernen. Nach zwei Kaffees und einem Kaltgetränk sowie einem kleinen Snack in Form von einem Milka-Hörnchen, konnten wir unseren Weg durch diesen schönen Flecken Erde fortsetzen. Über ein Hochplateau und wieder hinunter ins Tal in Richtung Drvar führte uns der Weg dort erstmal zu einer Bank, wo wir noch Bargeld in Form von komischen Mark (quatsch, natürlich Kompatible Mark, die bosnische Währung) abgehoben hatten, da wir nicht wussten, wie wir in Kulen Vakuf, unserem heutigen Ziel, an Bargeld kommen würden.

Wir beiden lieben ja Bosnien, aber die Straßen sind manchmal schon sehr spannend (Risse, Schlaglöcher, Bodenwellen, alles dabei!) – Daher immer Obacht, uff d´Schdroß guggä, gell. Dabei übersieht man dann ganz gern, wie schön die Landschaft um einen herum ist. Nur gut, dass ab und zu ein Viewpoint kommt, wo man kurz innehalten, schauen, fotografieren und die Drohne steigen lassen kann (und schwitzen kann, ob diese nicht abstürzt, sich irgendwo in einem Kabel verheddert oder ihr der Saft ausgeht, hahaha).

Unten im Tal angekommen, zweigten wir doch schon nach Martinbrod ab – unserem eigentlichen Ausflugsziel für morgen. Aber wir waren so früh dran, dass wir dachten, wir könnten ja heute schon die Wasserfälle anschauen. Also Mopeds geparkt, Drohne und Kamera gepackt und auf zum Eingang. Dort angekommen wollten wir eigentlich nur fragen, ob es Eintritt kostet. Die Dame sah jedoch unser Equipment und fragte, was das sei. Man dürfe nicht fliegen und nicht fotografieren, es sei denn, man würde dafür bezahlen. Naja, ok, wieviel denn? 400 KM für die Drohne für 1 Tag und 150 KM zum Fotografieren? WHAAAAT? Ja und wenn ich mit dem Smartphone fotografiere und Aufnahmen mache? Ja, das ist kein Problem, aber Drohne und Actioncam gehen nicht? Hä? Wo ist da die Logik? Ich mein, Drohne kann ich ja noch verstehen, aber die Action-Cam??? Ne, lass mal, das machen wir natürlich nicht! Eigentlich können wir die Bosnier ja echt gut leiden, aber das geht mal gar nicht, die spinnen doch, oder?

Also wieder zurück zu den Mopeds und auf zur Unterkunft nach Kulen Vakuf, 10 km Entfernung. Kurz noch über die coole Brücke vom letzten Mal hinüber und wieder zurückgefahren und dann waren wir bereits um 16:00 Uhr an unserem Häusle – nice!.

Die Gastgeberin Nada fragte mich dann, woher ich sei. Als ich Vukovar sagte, bekam sie Tränen in den Augen und meinte, sie hätte eine besondere Beziehung zu Vukovar und der Umgebung und umarmte mich. Wow, so einen Moment hatten wir schon einmal in Montenegro. Gänsehaut-Feeling pur! Sie machte uns noch einen Kaffee (echten bosnischen!) und dann ging es an´s Auspacken.

Und Rocco so : „hä, wo ist denn die Action-Cam“ und ich so „hä, keine Ahnung, noch im Koffer“ und er so: „ne, da passt die gar nicht rein“ und ich so „oh, fuck, ich hab die in Martinbrod auf die Seitentasche gelegt“ und er so „ich hab sie nicht eingepackt!“ und ich so „oh, no!“ und er so „die ist weg“ und ich so „ne, lass uns zurückfahren, sind ja nur 10 km, vielleicht liegt sie ja irgendwo“ …. Ich hatte ein verdammt großes Deja-vu!!! Genauso war es damals mit Rocco´s Beintasche!!! Wir uns also auf die Prinzessin geschwungen und zurückgefahren. Und natürlich lag da nirgendwo eine Action-Cam, ist ja klar. Oh Mann, das war und ist mir immer noch so arg! Ja, nicht dramatisch aber sehr, sehr ärgerlich!!! Aber ja, Shit happens – so müssen wir halt mit nur 1 Kamera auskommen…. Fu…! Dumm, Tanja, einfach nur dumm!!!

Jetzt sitze ich hier nach einem reichhaltigen Abendessen hier auf der Terasse unseres kleinen aber netten Häuschens, direkt an der Una, keinen Meter von ihr entfernt.

Man hört das Wasserrauschen, die Sonne ist bereits untergegangen und es kühlt merklich ab. Zum ersten Mal seit Tagen muss ich mir eine Jacke anziehen. Der Muezzin rief soeben zum Gebet und erinnerte uns daran, dass wir in Bosnien sind! Sehr schön! Mal sehn, was die nächsten Tage noch so für Überraschungen für uns bereithalten… hoffentlich nur schöne !!!

Samstag, 30.05.2026 (Martinbrod)

Es ist erst 16:00 Uhr und wir sitzen beide hier schon in unserem Premium-Home-Office an der Una. Der Tag war so schön voll mit körperlicher Ertüchtigung, dass wir es gerade genießen.

Das Aufwachen heute morgen war schon recht cool – im wahrsten Sinne des Wortes! Es war sch…kalt im Gegensatz zu der Hitze der letzten Tage. Zum ersten Mal haben wir gefroren. Nicht, weil das Wetter schlecht war, sondern weil die Lage der Hütte direkt am Wasser halt ein anderes Klima hat als ein Zimmer irgendwo in der Stadt. Dafür haben wir sehr gut geschlafen.

Nach einem kurzen Frühstück schwangen wir uns dann auf die Prinzessin, die uns nach Martinbrod brachte. Also da, wo wir gestern schon hin wollten. Morgens um 8:00 Uhr kein Mensch da und gerade als wir das Moped direkt neben dem Kassenhäuschen parkten, kam auch schon eine sehr nette Dame (krasser Gegensatz zu gestern!!!), die uns die Karten verkaufte und uns einen schönen Tag wünschte und uns ohne Taschenkontrolle zu den Wasserfällen durchlies 😉.

Auf einem kurzen Weg im kühlen Schatten ging es zu den großen Wasserfällen – dort angekommen WOW!

Sehr schön! Ein Moment, wo einem der Atem stehen bleibt und die Worte fehlen. Einfach nur beeindruckend, wunderschön, kraftvoll – einfach BOAH! Unglaublich, was die Natur für Wunder vollbringt! Und das schönste:  wir waren so früh am Morgen ganz allein dort! Die Luft kühl, die Wasserspritzer glitzerten wie Diamanten und das rauschen des Wassers machte eine Unterhaltung unmöglich. Ein sehr besonderer Moment!

Anschließend checkten wir noch den Weg weiter oben ab, wo es anscheinend eine Mühle geben soll. Die gab es zwar, jedoch war das nicht so weltbewegend und hat sich nicht wirklich gelohnt. Egal, wir haben ja Zeit. Also wieder zurück, erneut an den Wasserfällen vorbei und zur Prinzessin, um den Rucksack zu satteln und die Drohne rauszuholen – wir hatten ja noch ein paar andere Punkte auf dem Plan.

Zunächst jedoch schauten wir nochmal nach, ob die unteren Wasserfälle noch da sind – sind sie, allerdings mit mehr Wasser, als wir es in Erinnerung hatten.

Dieses Mal waren die Becken dort überspült, da die Una derzeit noch viel Wasser führt. Als wir vor 2 Jahren dort waren, hat man die einzelnen Tuffstein-Barrieren deutlich gesehn, dieses Mal standen sie komplett unter Wasser, aber dennoch sichtbar. Danach machten wir uns auf den Weg zum nächsten Punkt:  einen (oder zwei) alte Tunnels, die wir gestern zufällig entdeckten. Unterwegs adoptierten wir noch einen Hund – Goofy (Deborahs alter Hund) in schlank und jung, hahaha. Er war gar nicht aufdringlich, war aber immer da – mal vor, mal hinter uns. Der Weg führte uns an der Una entlang etwas bergauf.

Nach einer Weile wurde es steiniger und rechter Hand ging es steil in die Tiefe. Der Weg nur noch ein Single-Trail und wenn man aus dem Gebüsch und den Bäumen heraus war, brannte die Sonne wieder einmal auf uns herunter. Zeit, sich der Jacken, die wir heute Morgen doch anziehen mussten, zu entledigen. Der Hund immer in unserer Nähe, als ob er uns den Weg zeigen wollte.

Und dann war er da, der erste Tunnel. Spannend!

Man konnte zwar den Ausgang sehen, aber er war trotzdem toll zu laufen!

Gleich danach kam dann auch schon der zweite Tunnel. Nicht gleich auf den ersten Blick zu erkennen, da er mit Gestrüpp zugewuchert war. Wenn man nicht aufmerksam schaut, sieht man ihn kaum.

Als wir hineingingen, flogen dann plötzlich Fledermäuse herum. Uuuuuhhhh, sehr schön! Wir waren ganz still und haben nur ein bisschen Licht angemacht, um nicht zu stolpern und um die Tiere nicht zu stören.

Der Tunnel erwies sich jedoch nach 10-15 Metern als Sackgasse, also vorsichtig und leise wieder zurück zum Ausgang. Und weil es dort so schön war und wir ein so schönes Erlebnis hatten, verweilten wir noch eine Weile auf einem Felsen über der Una, genossen den Moment

und machten uns dann auf den Rückweg.

Und wer wartete dort auf uns am Ausgang des Tunnel? Jung-Goofy! Der lag da und hat auf uns gewartet! Unterwegs kamen wir an einem Haus mit Hof vorbei, wo er dann hineinlief und von da an waren wir wieder allein – scheinbar wohnt der dort.

Wieder an der Prinzessin vorbei, ein kleiner Plausch mit der netten Kassiererin, über die Hängebrücke der untere Fälle und 100m weiter nahmen wir noch die kleinen Wasserfälle mit – auch die kennen wir schon, aber auch die sind echt schön.

Und direkt daneben betreibt eine Familie auf Ihrer Terrasse und aus dem Wohnzimmer heraus ein kleines Cafe – es gab sogar Mini-Donuts, ganz frisch und heiß. Außerdem war es dort kühl und wir konnten ein bisschen verschnaufen, bevor es zum nächsten Highlight dieses Tages ging.

Oberhalb von Martinbrod verlief einmal eine Eisenbahnstrecke – diese ist nun still gelegt und die Gleise sind total überwachsen. Wenn man auf den Gleisen läuft, gelangt man in einen Tunnel, durch den man laufen kann!

Also das ist mal ein ganz besonderer Lost-Place! Zappenduster und echt spannend. Flüsternd bewegten wir uns vorsichtig voran – gut, dass die Taschenlampe im Gepäck war, sonst hätten wir absolut nichts gesehen. Das Vorankommen ein bisschen bescherlich, wenn man nicht genau auf den Schwellen läuft, die aber so dicht beeinander liegen, dass man irgendwie nur trippelnd vorankommt. Aber hey, was für ein irres Gefühl, da durch zu laufen!

Nach einer Biegung sahen wir dann das Ende des Tunnels und kamen dann auf einer Eisenbrücke raus – und schon wieder: BOAH! Wie geil ist das denn?!

Und nun hieß es, auf den Eisenplatten in der Mitte hinüber zu laufen, was teilweise schon echt herausfordernd war. Teilweise haben die Platten gefehlt und man musste auf die Schwellen treten, teilweise haben sich die Schrauben gelöst oder die Platten waren verbogen, so dass man immer schauen musste, wohin man tritt. Und ein paar Meter unten drunter strömte die Una mit lautem Getöse durch.

Klar, es gab links und recht ein Gitter, aber das ist nur war für Weicheier. Danach kam noch ein zweiter Tunnel und überlegten, ob wir da auch noch durchlaufen sollen. Nachdem wir aber über das Navi gesehen hatten, dass der etwas länger ist, nahmen wir davon Abstand, machten noch ein paar Drohnenaufnahmen und noch ein bisschen Faxen auf der Brücke und liefen dann den „ganz normalen“ Wanderweg um Berg herum, teilweise neben der schönen, türkisfarbenen Una wieder zurück nach Martinbrod. Der war auch echt nett, aber halt nicht so spannend *griiins*

Nochmal ein Käffchen auf der Terasse neben den kleinen Wasserfällen, über die Hängebrücke und zurück zur Prinzessin und zurück zu unserer Hütte nach Kulen Vakuf. Da es jedoch noch früh war, fuhren wir spontan die 2,5 km zur Burg Ostrovica, um diese abzuchecken.

Der Weg dorthin war jedoch wesentlich spannender als die Burg selbst! Auf den letzten 500 Metern stieg ich vom Moped, damit Rocco die Prinzessin auf dem steilen unwegsamen Feldweg bis vor die Burg fahren konnte. Und auf dem Abstieg (ich wieder laufenderweise…) musste Rocco ganz schön schwitzen, um heil runter zu kommen. Aber der Ausblick ins Tal auf Kulen Vakuf und die Una war sehr schön.

Es ist jetzt kurz nach 17:00 Uhr und der Muezzin ruft wieder von der Moschee im Ort. Das Wasser rauscht und wir genießen den Moment, schauen den Fliegenfischern im Wasser zu (dafür ist die Gegend hier sehr bekannt!)  und werden später noch was Essen gehen (Pizza dieses Mal?). Der Plan für morgen steht noch nicht wirklich fest, also bleibt es nach wie vor spannend bei Contino-Tours!

Sonntag, 31.05.2026 (Una-Quelle)

Unsere Reisen haben uns gelehrt, dass man immer flexibel bleiben und sich entsprechend der Situation anpassen / reagieren muss. Für uns bedeutete das dieses Mal bereits, dass wir später als erwartet unsere Motorrad-Reise antraten wegen des Defekts am Passerati.

Und auch jetzt müssen wir umdenken. Das Wetter hat uns wieder einmal einen Strich durch den Plan gemacht. Geplant war nämlich, heute quer durch Bosnien in den Norden zu fahren, dort ein paar schöne Plätze anzusehen und dann in Bihac zu übernachten. Doch zum einen war die geplante Straße gesperrt, was einen Umweg bedeutet hätte. Das wäre ja gar nicht so schlimm, aber wir wären dann heute Abend und morgen wieder einmal (!) in Bihac im Regen gewesen ! Ist denn das zu glauben? Ja, glaub es ruhig, Tanja, Bihac ist Dir im strahlenden Sonnenschein nicht gegönnt – pffft…

Also musste ein neuer Plan her, der dem Regen entgeht. Da wir sowieso von Bihac aus nach Knin wollten, beschlossen wir eben, Bihac auszulassen und „direkt“ nach Knin zu fahren. So ging es also heute morgen kurz nach 9:00 Uhr aus Kulen Vakuf raus in Richtung Bihac, denn dort ist der nächste Grenzübergang. Das bedeutete zwar, erst nach Norden zu fahren, um dann wieder nach Süden zu kommen, aber die Alternative wäre gewesen, dieselbe Strecke zurück zu fahren, die wir bei der Anreise hatten und das wollten wir nicht. Relativ schnell erreichten wir Bihac, fuhren (bei Sonnenschein!) schnell hindurch, um kurz danach am Grenzübergang Izacic noch unsere letzten komischen Mark in Kaffee und Kaltgetränken umzuwandeln. Und da noch ein paar Mark übrig waren, haben wir diese einem Bedürftigen, der dort im Bistro saß, in die Hand gedrückt.

An der Grenze angekommen waren gefühlt 50 Autos in zwei Reihen vor uns – hmmm, so hatten wir das noch nie… Aber dann fiel uns ein, dass ja Sonntag ist und wir sonntags noch nie dort über die Grenze gefahren sind. Kurzerhand haben wir ganz langsam „Kolonnenhopsen“ praktiziert, anstatt in den sengenden Hitze zu warten. Nicht alle Fahrer waren erfreut darüber, Rocco meinte manche hätten in ihren klimatisierten Autos gestikuliert, aber das war uns ehrlich gesagt in dem Moment ziemlich egal. Dieses Mal waren die Papiere auch gleich gerichtet, so dass es recht schnell ging. Ungewöhnlich war jedoch, dass unter demselben Dach sowohl die Ausreise aus Bosnien als auch die Einreise nach Kroatien stattfand. Wir kennen das sonst nur mit ein bisschen Niemandsland zwischen beiden Stationen.  Während die Bosnier also relativ entspannt waren, haben die Kroaten teilweise Autos recht gründlich durchsucht, was dann vermutlich eben diesen Rückstau verursacht hat. Interessant war auch, dass Menschen (Zigeuner?) auf der bosnischen Seite die wartenden Autoreihen abgelaufen sind, um Waren zu verhökern (Parfum, Uhren, und lauter so Zeugs…) – uns Mopedfahrer haben sie jedoch komplett ignoriert – verstehe gar nicht, warum… 😉

Nun waren wir also wieder in Kroatien und fuhren nun wieder in südlicher Richtung – der Plan war, der Una-Quelle erneut einen Besuch abzustatten. Jedoch nicht auf direktem Weg – natürlich nicht. Erstmal wollten wir den Pass Srpski Klanac bezwingen. Doch um dorthin zu gelangen, hatte Doris für uns einen besonderen Weg im Gepäck. Plötzlich ging es links von der Straße ab quer durch die dortige Ebene bis zum Beginn der Passtraße -auf einem längeren Schotterweg. Uiuiui, wie spannend. Während ich einfach darüber gewedelt bin (ja, genau, ICH!), hat Rocco ein bisschen gekämpft. Er hatte tatsächlich mehr Schwierigkeiten, diesen Weg zu fahren, als ich, was mich sehr stolz gemacht hat. Und sein Lob danach umso mehr! Solange es keine Kehren oder größere Steigungen oder Gefälle auf Schotterwegen gibt, fühle ich mich mittlerweile recht sicher – jahaaaa und jipiiiiie!

Anschließend nahmen wir den Pass in Angriff – so eine tolle Strecke! Man warf das Moped wirklich von einer Seite auf die andere. Manchmal gab es auch längere Geraden, aber hauptsächlich wand sich der Weg wie eine Schlange am Berg entlang, was für Fahrspaß pur sorgte. Heute hatte ich wirklich ein fahrerisches Hoch und wedelte die Strecke wie ein Vollprofi hoch. Danach ging es über ein schönes Hochplateau wieder hinunter, um dann in Richtung Una-Quelle zu fahren. Ein paar Kilometer vor der Quelle jedoch – es war schon Mittagszeit – machten wir eine kurze Pause und fanden ein nettes Schattenplätzchen, wo wir uns unsere Brote von heute Morgen zu Gemüte führten.

Heiß war es wieder! Die Temperaturen im ersten eher gebirgigen Teil des Tages waren mit 20/22°C sehr angenehm, nun jedoch stiegen sie wieder und kratzten an der 30° Marke und in der Ferne brauten sich schon Wolken zusammen. Aber egal, auf uns wartete schließlich eine kleine Abkühlung an der wunderschönen Una-Quelle.

Wir rechneten schon mit dem Schlimmsten in Form von irgendwelchen neuen Bauten, denn wir hörten, dass die Quelle von einem privaten Investor für ein Wasserkraftwerk genutzt werden sollte. Zwar wurde dies nach einigen Protesten diverser Vereinigungen wieder abgewendet, dennoch sei wohl schon mit irgendwelchen Arbeiten begonnen worden.  Außerdem war es Sonntag und wir hatten auch mit Menschenmassen gerechnet. Doch als wir dort ankamen, bot sich uns das gewohnte Bild:  die kleine Hütte mit dem alten Männle vor der Tür, der kleine Schotterparkplatz mit lediglich 3 Fahrzeugen (1 davon von dem Männle) und auch ansonsten sahen wir keine Veränderungen. Lediglich der Eintrittspreis von €3,00 war neu (vor zwei Jahren waren es noch €2 😉). Als wir also langsam heranfuhren, winkte uns das Männle direkt vor sein Hüttle in den Schatten. Wir wollten eigentlich etwas seitlicher parken, aber er gestikulierte uns energisch, dass wir uns direkt vor seine Hütte stellen und die Mopeds genau da stehen lassen sollen, damit er sie direkt im Blick hat, haha. Als ich Abstieg, reichte ich ihm direkt die Hand, stellte mich vor und erfuhr dann, dass er Dusan heißt. So war das Eis direkt gebrochen und wir hatten noch einen netten Plausch, während Rocco die Technik bereit machte und ich meine Wanderschuhe anzog. Ich hatte in Erinnerung, dass der Weg zur Quelle zwar nur 500m weit, jedoch ziemlich beschwerlich ist. Kurz vor dem Einstieg an den Anstieg (Wortspiel hihi) sahen wir dann doch einige Veränderungen. Wo vor zwei Jahren noch Gebüsch war und man die Una nur gehört hat, war jetzt alles frei gelegt und sah irgendwie aus wie eine Wunde.

Gut, dass dieses Vorhaben gestoppt wurde !!! Die Natur wird sich alles wieder zurück holen, da sind wir sicher.

 

Gut gelaunt ob dieser Gerechtigkeit an der Natur machten wir uns an den Anstieg und der war wie erwartet extrem schweißtreibend.

Egal, wir wussten ja, dass es sich lohnt! Die zwei Viewpoints waren schnell passiert (wirkliche interessante Ausblicke gab es da nicht)

und dann blitzte das strahlend türkis-grün-royalblaue Wasser der Quelle durch das Geäst und Gebüsch.

Und auch dieses Mal verschlug es uns fast den Atem!

Die Bilder bringen das nicht annähernd rüber, man muss das wirklich mit eigenen Augen sehen, um es so richtig genießen und würdigen zu können – dieses Juwel der Mutter Erde! Und auch hier (wie schon an der KrkaQuelle) strömte das Wasser in unvorstellbaren Massen heraus, ergoss sich ins Tal und bildet den wunderschönen Fluss Una.

Wir verweilten eine ganze Weile dort, während eine handvoll Menschen kamen, einen kurzen Blick darauf warfen und sich nach ein paar Minuten wieder auf den Rückweg machten. Unverständlich für mich. Kommen, gucken, Selfies schießen und gleich wieder kehrt machen. Klar, auch wir haben diverse Aufnahmen gemacht und uns dabei verrenkt,

gönnten uns aber auch Augenblicke, um einfach inne zu halten und den Moment ausgiebig zu genießen.

Und wir genossen es gerade so lange, wie die ersten Regentropfen fielen. Uns war gar nicht aufgefallen, dass sich der Himmel über uns zugezogen hatte und sich ein Unwetter anschlich. So machten wir uns schnell wieder auf den Rückweg, ich zog schnell noch die Mopedstiefel und die Regenjacke an, während es schon anfing zu Donnern. Eine schnelle Verabschiedung von Dusan musste jedoch auch noch sein, der unsere Mopeds bewachte und auch noch unser T-Shirt haben wollte. Leider hatten wir jedoch keins für ihn. Er meinte dann nur: „schade, aber haja, dann bring mir halt nächstes Mal eins mit, weißt ja, dass mein Haus gleich hier nebenan ist“ – lustig, oder?

Wir also in angemessenem Tempo wieder auf der Straße – endlich Regen! Hatten wir ja auf unserer Tour noch gar nicht. Doch nach ein paar Kilometern hörte es auch schon auf. Bzw. war schon über unsere Strecke hinweggezogen, denn die Straßen begannen gerade wieder zu trocknen. Bis nach Knin waren es noch 60 km, also noch ein gutes Stück vor uns. Wir hofften darauf dass wir drumherum gekommen sind, doch kurz vor Knin sahen wir genau in unserer Richtung Regenschleier in der Ferne. Werden wir etwa kurz vor dem Ziel noch klatschnass? Mitnichten – der Regen war vor uns da und wir schafften es trocken zu unserem Motel in Knin. Wir erfuhren beim Einchecken, dass kurz vor unserer Ankunft ein heftiger Regenguss herunterkam – wir jedoch blieben verschont, nur die nassen Straßen zeugten von dem vorherigen Ereignis. Wieder mal alles richtig gemacht!

Das Zimmer hier ist recht einfach, aber sauber. Direkt darunter ist ein Restaurant, das wir bereits recht früh Anspruch genommen hatten, da wir bis auf das bisschen Brot den ganzen Tag noch nichts gegessen hatten.

Nun sitzen wir beide auf der Terrasse, arbeiten für diesen Blog und Rocco plant außerdem noch den morgigen Tag. Die Wetterprognosen sind wie gesagt nicht so berauschend. Geplant ist, dass unser Tagesziel morgen wieder Gospic (also unser Basislager) sein wird. Für dort sind ab nachmittags Schauer angesagt, am Dienstag soll es jedoch wieder trocken bleiben, damit es am Mittwoch wieder regnen kann, um am Donnerstag wieder schön zu werden. Oh Mann, ein Hick-Hack. Aber im Regen irgendwo rumfahren macht für uns dieses Mal keinen Sinn. Daher haben wir uns dafür entschieden, die nächsten Tage in Gospic und Umgebung zu verbringen, um dann am Donnerstag oder spätestens Freitag die Heimreise anzutreten.

Ja, das ist der Plan – wie es letztendlich wird, sehen wir dann – also alles wie immer, muhahahaha

Montag, 01.06.2026 (Blue Eye Kroatien + weng Schottern ;-))

Wir haben festgestellt, dass wir unserer diesjährigen Tour den falschen Namen gegeben haben – aber der Reihe nach:

Nach einem kleinen Frühstück

(nein, nein, das ist das tägliche Prozedere in diesem Restaurant bei dem Motel) ging es für uns bereits um kurz nach 8:00 Uhr raus aus Knin. Unser heutiges Ziel war die Quelle der Cetina, auch „Blue Eye Kroatiens“ genannt. Die Strecke wieder einmal ein Genuss mit kaum Verkehr, vorbei an der Dinara (das ist der Berg da und ein Teil der noch höheren Gebirgskette der Dinariden)

zum Ursprung der Cetina. Nach nur 30 km erreichten wir bereits unser Ziel, nicht ohne vorher ein paar Verkehrsstörungen in Kauf nehmen zu müssen.

Wir waren wir bereits auf unserer Tour 2022, jedoch hatte Rocco da noch keine Drohne und er wollte dies unbedingt noch einmal aus der Vogelperspektive aufnehmen. Und was soll ich sagen – auch dieses Mal hat es sich wieder gelohnt. Wir waren so früh dort, dass kaum Menschen da waren, was Rocco natürlich sehr entgegen kam.

Und wieder einmal durften wir ein Naturwunder direkt erleben und aufsaugen.

Aus der Vogelperspektive war dann auch klar, woher sich der Name „Blue Eye“ herleitet – das sieht wirklich aus wie ein Auge!!!

Letztes Mal sahen wir auch Taucher hier, denn die Quelle hat eine Tiefe bis zu 155 Metern. Wir vermuten mal, dass die Tauchgänge angemeldet und genehmigt waren, denn das Baden ist hier grundsätzlich verboten. Dieses Mal liefen wir auch ein bisschen den Flusslauf entlang, der jedoch lange nicht so viel Wasser führte, wie wir es an der Una oder der Krka erlebt hatten. Dennoch war es ein netter kleiner Spaziergang, der uns über eine Brücke zurück zum Blue Eye führte, so dass wir auf der anderen Seite dessen herausgekommen sind und eine andere Perspektive darauf bekommen haben.

Gesättigt von der Natur und durchgeschwitzt setzen wir dann also unseren Weg wieder fort. Zufällig fanden wir den einen Schotterweg, der uns beim letzten Mal (überraschend!)  hierher geführt hatte. Natürlich haben wir diesen unter die Räder genommen, jedoch von der anderen Seite als letztes Mal. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass mir beim Befahren im Jahr 2022 ganz schön das Klämmerle ging, zumal es zuvor geregnet hatte und einige Pfützen zu durchqueren waren. Dieses Mal war zwar alles trocken, dennoch hat es das nicht wirklich einfacher gemacht. Doch dieses Mal bin ich wesentlich flotter und souveräner über diese Strecke, zumal ich ja gestern bereits bewiesen habe, dass ich es kann – wie gesagt immer vorausgesetzt, dass es keine Anstiege, Gefälle und Kehren gibt. Kurven gab es genug und auch recht felsige und anspruchsvollere Abschnitte, aber beherzt nahm ich die Strecke in Angriff und was soll ich sagen – I did it! Ok, waren ja auch nur max. 2 km…und Rocco durfte meinen Staub schlucken, hahaha.

Wieder auf Asphalt ging es zunächst auf typischen Contino-Wegen durch die Landschaft und als wir wieder auf der Hauptstraße waren, fuhren wir ein kleines Stück die Hauptstraße von heute Morgen zurück, bevor wir nach ein paar Kilometern wieder rechts abbogen. Und dann plötzlich ein Schild: Hier endet die asphaltierte Straße – oha, wieder Schotter!

Haja, denk ich, ist ja kein Problem, wir sind gerade so schön im Flow, passt schon. Was ich jedoch nicht wusste ist, dass sich diese Strecke nicht nur über zwei sondern über 10,2 km hinzieht und ein Teil des Krcic-Pfades ist. Der Fluss Krcic entspringt hier, fließt durch das Tal und endet im Wasserfall Krcic, den wir ja vor ein paar Tagen bereits gesehen hatten. Leider konnte ich nicht viel von der Umgebung wahrnehmen, da ich zu sehr auf den Weg konzentriert war, wo mir schon das ein oder andere Mal das Hinterrad weggerutscht ist *schwitz* – dennoch auch dieses Mal: YEAH, gemeistert. Man kann sich gar nicht vorstellen, was das für das eigene Selbstbewusstsein bedeutet! Für mich war es ein Erfolgserlebnis und das anschließende aufrichtige Lob von Rocco erst recht!

Kurz nachdem der Asphalt wieder beginnt, führte uns die Straße dann oberhalb des Wasserfalls Krcic vorbei, wo wir noch einmal kurz anhielten, um auch diesen aus einer anderen Perspektive anzusehen. Wir sahen diese Straße immer von unten und ich fragte mich immer, ob wir da nicht mal hoch könnten. Wir konnten und wir taten 😉.

Und zum zweiten Mal an diesem Tag und dritten Mal innerhalb von 3 Tagen fuhren wir durch Knin hindurch, um unseren Weg in Richtung Gospic fortzusetzen. Die Straße, wieder kaum befahren, kurvenreich aber auch mit längeren Geraden, führte uns wieder in Richtung Krka Nationalpark, jedoch streiften wir diesen nur flüchtig und fuhren durch eine Gegend, die uns irgendwie ins Mittelalter versetzte – links und rechts soweit das Auge reicht (wenn mal mal einen Überblick bekam), zogen sich die typisch für diese Gegend bekannten Steinmauern entlang. Immer in irgendwelche Abschnitte aufgeteilt, dazwischen Oliven- und Dattelbäume und natürlich auch andere Gewächse, deren Namen ich jedoch nicht kenne. Zwischendurch verfallene Häuser oder Bauten, deren Zweck sich uns nicht erschloss. Kühe, Hühner, Schafe und Ziegen sah man überall, Menschen jedoch waren kaum zu sehen. Ganze Ansiedlungen verlassen oder gar komplett verfallen. Ob jetzt durch den Krieg oder einfach durch die Umstände wissen wir nicht, es war jedoch sehr spannend, hier durch zu fahren.

Um die Mittagszeit kamen wir dann in Obrovac an und es gierte uns nach einem Kaffee. Im Ort war dann auch schnell ein Bistro gefunden, wo wir kurz überlegten, ob wir den Mali Alan in Angriff nehmen sollen. Als wir in den Ort hinunterfuhren, sahen wir jedoch in der Ferne schon über dem Velebit dunkle Wolken – das sah nicht wirklich gut aus und für heute Nachmittag waren ja auch Unwetter angesagt gewesen. Nach eine kurzen Konsultation der Wetter-App entschieden wir jedoch, lieber auf direktem Weg nach Gospic bzw. Rastoka (unser Basis-Camp) zu fahren, denn das sah gar nicht gut aus (der kleine blaue Punkt war unser Standort…)

Der schnellste Weg führte uns dann über 80 km über die Autobahn. Anfangs sah es ja noch echt harmlos aus, doch je weiter wir uns in die Höhe schraubten und uns dem Velebit-Gebirge näherten, desto düsterer wurde es. Wir erreichten den Berg Sveti Rok, durch den ein 5 km langer Tunnel auf die andere Seite des Gebirges führt. Und als wir hinausfuhren, kamen wir zum einen in einer anderen Welt und zum anderen in einer komplett anderen Klimazone raus. In der Ferne sah man die Berge schon nicht mehr, der Himmel war grau, die ersten Regentropfen fielen, die Temperaturen sanken von 28°C vor dem Tunnel auf 18°C nach dem Tunnel. Voraus sah man schon, dass die Autobahn komplett überspült war und der heftige Regen die Autos nahezu verschluckte. Uuuuhhh, nicht nett, aber nicht zu ändern. Ein heftiger Regenguss erwischte uns eiskalt, die Sicht auf ein paar Meter beschränkt, so dass wir die Geschwindigkeit drastisch reduzieren mussten.

So erwischte uns endlich der ersehnte Regen – wir dachten schon, der würde uns dieses Mal erspart bleiben, aber das Wetter hat uns nicht enttäuscht und gönnte uns durchnässte Motorrad-Kleidung. Und die Mopeds wurden auch gleich vom Staub befreit, also alles wie gewohnt 😉.

Noch ein kurzer Tankstopp in Gospic, wo wir die Autobahn dann verließen und die letzten paar Kilometer bis Rastoka verliefen harmlos mit lediglich leichten Tropfen. Dennoch war Rocco so sehr konzentriert, dass er unser Ziel verfehlte und glatt am Haus mit samt dem (reparierten!) Passat davor vorbeifuhr, hahaha.

Wir wurden von Sandra und Ivica bereits erwartet, es gab ein herzliches Hallo und einen heißen Kaffee, einen kleinen Plausch und nun haben wir das Haus für uns allein. Leider ist jetzt auch wieder das World-Wide-Web nicht wirklich gut, so dass die Shorts vermutlich erst zu Hause hochgeladen werden können, aber das ist auch nicht weiter dramatisch, oder?

Der Plan für die nächsten Tage: Dienstag eine Velebitrunde mit den Mopeds (mit dem Pass Veliki Alan?) / Mittwoch Regenpause mit Blutabnahme / Donnerstag evtl. nochmal eine Runde mit dem Moped oder sogar schon die Abreise. Wir werden sehen.

Ach ja, da war ja noch was:  der Name unserer Tour hätte eigentlich „Balkan Completed“ heißen sollen. Warum? In den letzten Jahren haben wir ja immer irgendwelche Abschnitte z.B. der Una oder der Krka angesehen. Und dieses Mal haben wir die in den letzten Jahren begonnen Kapitel sozusagen abgeschlossen. Auch das Blue Eye ist jetzt mit den Drohnenaufnahmen „komplett“. Hier müssen wir eigentlich nicht mehr hin. Es fühlt sich alles irgendwie rund an, also ob ein offenes Kapitel nun beendet wurde. Und auch dass wir noch einmal die beiden Quellen der beiden Flüsse Krka und Una besucht hatten, obwohl wir schon da waren, fühlt sich richtig an – eben auch „komplett“. Auch wenn wir jetzt nur ein paar Tage unterwegs waren, fühlt es sich nicht an, als ob wir etwas verpasst hätten und das ist ein gutes Gefühl!

Übrigens ist das Hochladen der Bilder und des Shorts hier sehr, sehr mühselig und zäh. Wie bereits erwähnt… So dauert das Erstellen des Blogs mit den Bilder mitunter 3-4 Stunden (ohne Witz!) – aber dennoch:

Dienstag, 02.06.2026 (Velebit-Runde)

Heute ist es uns gelungen, eine Sache abzurunden – mit etwas eckigem…

Zunächst jedoch hieß es heute morgen nach dem Frühstück zu klären, wohin genau wir fahren möchten. Auf dem Plan stand der Veliki Alan – ein Pass im Velebit-Gebirge. Jedoch ist dieser nur auf einer sehr langen Schotterpiste zu erreichen. Und auch wenn mein Selbstbewusstsein gestern durch die bezwungenen Schotterstrecken um einiges gestiegen ist, reicht es nicht aus, um mir selbst zuzutrauen, diese Strecke zu fahren. Jetzt könnte man ja sagen: „bevor Du es nicht versuchst, weißt Du es nicht“ – ja, grundsätzlich richtig, jedoch ist es in dem Fall so, dass wir nicht mittendrin abbrechen können, denn das würde einen enormen Zeitaufwand bedürfen, den wir lieber dafür verwenden, schöne Strecken zu fahren, als uns zu quälen. Und man muss auch seine eigenen Grenzen kennen und respektieren. So entschieden wir, einfach eine schöne Velebit-Runde zu drehen und auf der Küstenstraße wieder zurück zu fahren (immerhin auch 220 km !)

Um 10:00 Uhr ging es dann also auf kleinen und feinen Contino-Wegen in den nördlichen Velebit. Wie Rocco diese Straßen und Wege immer findet, ist mir wirklich ein Rätsel! Eigentlich sollten diese in den Navigations-Karten auch als „Contino-Route“ bezeichnet werden! Kreuz und quer über hügelige Landschaften, durch duftende, blühende Wiesen und Felder, kleine Ansiedlungen, über Brücken und Straßen, die sich an Flüssen und Seen entlang winden.

Eigentlich wollten wir den See vom ersten Tag hier in der Nähe von der anderen Seite anfahren, jedoch war dieser (wieder mal) nur über einen nicht vertrauenswürdigen Schotterweg zu erreichen. Außerdem fuhren ständig mit Steinen und Holz voll beladene LKWs über die winzigen Straßen. Wenn Dir solche Brummer auf dem Schotterweg entgegenkommen oder vor Dir her fahren, ist das nicht wirklich lustig. Daher ließen wir den See einfach See sein – der bleibt auch ohne unseren Besuch noch an Ort und Stelle und wir verpassen vermutlich nicht wirklich was. Doch ein kurzer Fotostopp an einer schönen Brücke musste dennoch sein.

Weiter ging es also durch den nördlichen Velebit in Richtung Senj an die Küste. Als wir das Velebit-Gebirge auf 700 m Höhe verließen und die Küste vor uns sahen, spürten wir bei der Abfahrt sofort den Klimawechsel. Das ist immer wieder erstaunlich, wie schnell das geht. Waren es eben noch angenehme, erfrischende 20°C wurde es innerhalb von Sekunden zu drückenden 28°C…

An der Küste in Senj angekommen, steuerte ich direkt die Festung Nehaj an, die mir ins Auge fiel und die man ohne Fußweg direkt anfahren konnte.

Beherzt wollte ich den Schotterparkplatz hinauffahren und rumms – da lag ich schon auf der Seite. Dummerweise war ich zu übermütig und hab nicht darauf geachtet, dass auf der linken Seite der Schotter fest war, auf der rechten Seite tief und locker – und welche Seite hab ich genommen? Da ich ein Links-Legasteniker bin natürlich die rechte Seite! Selbst Schuld, Tanja, Übermut tut selten gut! Naja, aufstehen, Krönchen richten, Rocco die Prinzessin aufstellen und parken lassen und weitermachen.

Da es bereits Mittagszeit war und wir auch Hunger hatten, gönnten wir uns erstmal ein sehr schmackhaftes Mittagessen in dem in der Festung untergebrachten Restaurant. Dabei machte mich Rocco darauf aufmerksam, dass wir hier schon einmal waren – damals noch mit den Kindern im Urlaub. Ohje, daran konnte ich mich überhaupt nicht erinnern… Egal, ich wollte unbedingt noch die Festung von innen sehen. Ein paar alte Sachen, Geschichte über diverse Adels-Geschlechter und ein Volk, von dem wir bis dahin noch nie was gehört hatten (oder kennt irgendjemand die Uskoken???)

Nun ja, ganz nett, kann man machen, muss aber nicht wirklich sein. Und das Eintrittsgeld von €7,00/Person ist es nicht wirklich wert. Egal, wir hatten es nicht eilig und einen schönen Ausblick hatte man dennoch von oben.

Weiter ging es auf der Küstenstraße in Richtung Karlobag. Es ist echt immer wieder ein Genuss, diese Straße zu fahren und die 60 km bis Karlobag sind gespickt mit Kurven ohne Ende und rechter Hand immer den Blick auf´s Meer und die vorgelagerten Inseln. Wir hatten bisher immer das Glück, dass der Verkehr sehr mäßig war auf der „Jadranska Magistrala“ und man richtig schön mit den Mopeds entlangwedeln konnte. Auch heute war das so, bis auf ein paar Camper und einer Gruppe Motorradfahrer aus Schweden, die echt getrödelt haben. Beherzt überholten wir diese und zwei Mopeds aus Tirol folgten unserem Beispiel. Als wir in Karlobag am Hafen auf einen Kaffee Rast machten, hielten auch die beiden Tiroler an und einer von ihnen meinte „Wir wussten gar nicht, dass die Schwarzwälder so richtig Feuer machen können“, ich nahm den Helm ab und dann kam noch“ Aaah, und die Holde fährt voraus, Respekt!“ – ging runter wie Öl, hahaha.

Wir gönnten uns nicht nur einen Kaffee, sondern direkt auch noch Palacinke dazu und verließen dann die Küste wieder auf der Serpentinenstraße in Richtung Gospic und somit zurück ins Gebirge. Oben am höchsten Punkt steht ja der Kubus – an dem Parkplatz darunter halten wir grundsätzlich an, wenn wir diese Strecke fahren.

Wie auch auf der Abfahrt zur Küste in Senj gleitet man auch hier in eine andere Welt ein. Wo man auf der einen Seite noch den Blick auf das Meer und die Küste hat,

hat man auf der anderen Seite den Blick auf Gebirge und Wald.

Und auch das Klima ist ein ganz anderes, für uns Schwarzwälder ein gewohntes und angenehmes Klima. Frisch, luftig, herrlich!

Bis direkt zum Kubus sind wir aber nie gefahren oder gar hoch gelaufen. Was ich nicht wusste ist, dass man direkt mit den Mopeds dort hoch fahren und die letzten paar Meter zu Fuß bis zum Kubus und noch ein Stück weiter laufen kann. Das haben wir dieses Mal getan. Und so genossen wir hier wieder einmal den schönen Moment mit einem Lieblingsmenschen, mit einem tollen Ausblick und bei schönstem Wetter. Mit dem „Besteigen“ des Kubus (also etwas eckigem),  haben wir den so oft gefahrenen Weg und den heutigen, schönen und wahrscheinlich letzten Fahrtag abgerundet.

Mittwoch, 03.06.2026 (letzter Tag)

Blitz, Donner, Wind, Regen, jaulender Hund – so gestaltete sich unsere vergangene Nacht. Die vorhergesagten Unwetter haben uns kurz vor Mitternacht erreicht und das ein oder andere Mal sind wir davon auch wach geworden. So wunderte es uns nicht, dass es morgens immer noch regnete und sich uns dieser Anblick bot

Kurz vor 8:00 Uhr machten wir uns dann auf den Weg in die Stadt, wo wir bei Sandra noch ein Käffchen genossen, um dann ins Krankenhaus zu fahren, damit Rocco sein wöchentlich notwendiges Blutbild bekam. Zurück in Sandra´s Wohnung gab es dann selbstgemachten, heißen Burek, Schnacken und Lästern über Familie & Co, Hochladen des Shorts in Minutenschnelle (siehe Ende des Berichts von gestern) und der Vormittag verging wie im Flug.

Um die Mittagszeit fuhren wir zum Haus zurück, um die Motorräder auf den Hänger zu laden, denn es war klar, dass wir morgen die Heimreise antreten werden. Wir hatten Glück, dass es nur anfangs ein bisschen tröpfelte, doch als wir die Mopeds dann auf den Hänger verfrachteten, gab es eine längere Regenpause, so dass das eigentlich relativ flott vonstatten ging.

 

Als dann auch alles, was nicht mehr benötigt wird wie z.B. Motorrad-Klamotten, -Stiefel, Tankrucksäcke, Helme und Satteltaschen bereits im Kofferraum verstaut waren, wollten wir eingenltich noch zum Memorial-Center von Nikola Tesla, das ja gleich um´s Eck ist. Dort angekommen sahen wir jedoch 4 Busse davor stehen mit einer Menge Schüler. Das wollten wir uns nun wirklich nicht antun. Das Zentrum ist nicht gerade groß und die Vorstellung, den Raum mit 200 Teenagern zu teilen, war uns nicht gerade angenehm. Also war unser dritter Anlauf auch nicht von Erfolg gekrönt… nun ja, nicht weiter tragisch, wir waren ja schon einmal hier.

So verbrachten wir die Zeit bis zum vereinbarten Treffpunkt zum Mittagessen bei Sandra damit, Schmuggelware zu organisieren. Mittagessen in Kroatien (bzw. bei Sandra) bedeutet nicht etwa um 12/13 Uhr, sondern eher um 15/16 Uhr 😉. Aber eigentlich ganz recht, denn der Burek von heute Morgen war immer noch präsent… „Mittagessen“, Schnacken, Chillen – etwas anderes konnten wir bei dem Wetter gar nicht machen. In den Nachrichten kamen dann auch Berichte über Unwetter in dieser Gegend bis nach Zadar und Split, über Staus auf den Autobahnen wegen Unfällen und überfluteten Straßen, vollgelaufenen Kellern und umgestürzter Bäume und wir dachten nur:  „hey, wieder mal alles richtig gemacht!“

Doch bald schon hieß es Abschied nehmen. Dankbar aber wehmütig fiel der aus und wir hoffen alle, uns sehr bald wieder zu sehen. Obwohl wir jetzt nur 10 Tage hier waren, kommt es uns beiden doch länger vor – nicht etwa, weil es langweilig war, sondern weil wir die kurze Zeit maximal ausgenutzt und genossen haben. Wenn das Wetter heute nicht so übel gewesen wäre, hätten wir sicher noch ein paar Tage länger fahren können, doch so ist es auch in Ordnung und wir sind froh, dass wir trotz aller Umstände diese Tour gemacht haben – auch wenn sie anderst war, wie sonst.

Nun neigt sich also unser letzter Tag in Kroatien und somit unser vorletzter Tag der Trailer-Tour 2026 dem Ende zu – hmhm. Die letzten Klamotten werden dann morgen früh noch in den Kofferraum geladen und dann geht es langsam (man bedenke die maximalen 90-100 km/h auf der Autobahn mit dem Hänger!) in Richtung Heimat. Wie auch bei uns ist hier morgen Feiertag, aber wir rechnen nicht damit, in unserer Richtung allzu viel Verkehr zu haben, denn das lange Wochenende wollen alle am Meer verbringen ;-).

Nochmal ein herzliches DANKE an Sandra, die uns den Aufenthalt hier so angenehm gemacht und meistens für uns gekocht hat, die uns die schnelle Reparatur des Passats und die unkomplizierte Blutentnahme ermöglicht hat. Und natürlich DANKE an Ivica, der uns das Haus zur Verfügung gestellt hat. Wir hoffen, uns eines Tages mal revanchieren zu können !

Donnerstag, 04.06.2026 (Heimreise)

Heute morgen um 5:00 Uhr war alles nebelverhangen – kein Wunder nach dem Regen gestern. Jedoch hatte es schon etwas mystisches mit den ganzen „Urwald-Klängen“ in Rastoka…

Start war dann um 6:20 Uhr – hinauf auf die Autobahn in Richtung Zagreb. In unserer Richtung kaum Verkehr, in Gegenrichtung (also Richtung Meer), war es schon ziemlich voll. Gut, dass wir auf der Heimreise sind ;-). Ich bin schon nach relativ kurzer Zeit eingeschlafen und erst bei Zagreb aufgewacht. Ist ja auch nicht wirklich interessant, über die Autobahn zu fahren… Nach Zagreb ging es dann in Richtung Ljubljana und von dort aus Richtung Salzburg. Ich habe fast die ganze Fahrt gedöst – Sitz zurück, Kissen zurechtgerückt und Augen zu. Irgendwie war ich total erledigt. In Österreich genehmigten wir uns dann ein kleines Mittagessen, ehe es weiter ging und ich wieder weggedöst bin. Hab doch glatt fast die ganze Fahrt durch Österreich verpennt… bin erst in München wieder aufgewacht.

Nun ja, die Fahrt war wirklich total unspektakulär und so sind wir um 19:30 Uhr ohne Probleme zu Hause angekommen. Die Mopeds stehen noch auf dem Hänger in der Garage, das machen wir morgen. Die Wäsche ist auch schon sortiert und auch damit fange ich dann morgen erst an.

Und morgen gibt es dann auch noch ein Resumee unserer Tour – schonungslos, wie immer 😉

Jetzt erstmal (wieder) schlafen – im eigenen Bett, darauf freue ich mich jetzt! Gute Nacht!

Abschluss

Freitag, 05.06.2026

Wieder zu Hause und im Alltag angekommen. Klar, wenn man den ganzen Tag damit verbringt, Wäsche zu waschen, zusammenzulegen, den Kühlschrank zu füllen und lauter so alltägliche Dinge tut, die wir in den letzten Tagen so gar nicht vermisst hatten, hahaha. Aber auch das gehört nach einer Reise immer dazu.

Leider hat Rocco eine Erkältung am Hals – im wahrsten Sinne des Wortes. Als wir gestern Abend alles soweit fertig hatten, hat sein Körper wohl gemeint: „So, Bub, jetzt bisch wieder dahom, jetzt bruchsch nimmer zu funktionierä“ – und genau das glaube ich wirklich. Er schlägt sich tapfer und wir haben auch schon die Mopeds vom Hänger geladen. Gerade ist er dabei, die Bilder und Videos von den diversen Kameras herunter zu laden, damit er wieder was Schönes daraus machen kann die nächsten Wochen. Da freu ich mich schon drauf.

Auch diese Reise war, wie alle unsere bisherigen Touren, nicht so wie geplant. Aber das ist ja bei uns normal. Mir wird vor jeder Reise immer wieder gesagt: „Bin gespannt, was Euch dieses Mal passiert“.  Lustig, oder? Aber so sind halt die Contino-Touren, immer spannend 😉.

Dass der Passarati schräg gemacht hat, war im Nachhinein betrachtet eigentlich Glück im Unglück. Der Fehler wäre früher oder später sowieso aufgetaucht – wäre es jedoch in Deutschland passiert, hätten wir ein Vielfaches mehr zahlen müssen, so konnte zeitgleich auch der große Kundendienst gemacht werden und jetzt ist wieder alles picco-bello. Das schmerzt uns nun wirklich nicht. Zwar haben wir dadurch einen Fahrtag verloren, aber das ist nicht weiter tragisch.

Dass ich die Kamera verloren habe, ist jedoch einfach nur dumm gewesen – das hätte nicht sein müssen, zumal auf dieselbe Art und Weise, wie Rocco seine Beintasche verloren hatte – arrggghh. Aber ja, shit happens. Ist nur ein materieller Verlust – ärgerlich aber verkraftbar.

Dass wir in Bihac wieder einmal Regen gehabt hätten, war zu erwarten. Nicht weiter tragisch. Vielleicht sollten wir diesen Ort einfach nicht mehr in unsere Touren einplanen und stattdessen spontan hinfahren, damit uns Sonnenschein vergönnt ist – hmmmmm.

Dass wir eine Regenfahrt hatten und komplett nass wurden – das gehört dazu und das kennen wir gar nicht anderst. Ungewöhnlich wäre es gewesen, wenn wir die ganze Zeit trocken geblieben wären, hahaha

Dass wir (wieder einmal) weder den Mali Alan noch den Veliki Alan fahren konnten ist auch nicht weiter tragisch. Der Mali Alan fiel dem Wetter zum Opfer und der Veliki Alan meiner Vernunft.

Ja,  manchmal suchen wir das Abenteuer (dieses Mal den Eisenbahn-Tunnel) und manchmal findet das Abenteuer eben uns (unerwartete Schotterpassagen). Planen kann man solche Momente sowieso nicht, aber man kann abwägen, ob es sich lohnt, ein Risiko einzugehen oder nicht.

Die Tour war geprägt von Wasser:  die Krka und die Una mit ihren Wasserfällen und Quellen, die Zrmanja mit ihren Wasserfällen und die Cetina mit ihrer Quelle. Bei der Krka und der Una schafften wir es sogar, unsere Besuche (auch der letzten Jahre) richtig rund zu machen, was mich besonders freut.

Aber auch die Straßen und Sträßelchen waren wieder einmal ein purer Genuss! Wir haben auf dieser Tour in 6 Tagen zwar nur 1.086 km auf dem Motorrad zurückgelegt, aber wir haben das Maximum aus den paar Tagen rausgeholt. Es kommt nicht darauf an, wie WEIT der Weg ist, sondern WIE der Weg beschaffen ist. Ich würde jederzeit die überraschende 10 km Schotterpiste durch das Krcic-Tal gegen 1.000 km auf langweiliger Hauptstraße tauschen!

Diese Tour hat uns aber etwas wichtiges gelehrt: Nie wieder mit dem Hänger irgendwohin anreisen! Jede unserer bisherigen Touren hat immer schon direkt mit der Ausfahrt aus der Garage begonnen. Vom ersten Kilometer an! Diese Tour begann erst, als wir die Mopeds am Bestimmungsort vom Hänger luden und sie bepackten. Wir haben für uns beschlossen, dass das nicht unsere Art zu Reisen ist. Der An- und Abreisetag waren schlichtweg zwei verlorene Tage. Die Fahrt über die Autobahn absolut langweilig – der Fahrer konzentriert sich auf die Straße und den Anhänger, der Beifahrer schläft. Schöne Landschaften auf dem Weg werden einfach ignoriert, da man nur so schnell wie möglich ankommen möchte.  Nix für uns!  Klar, wenn es regnet ist man im Trockenen und wenn es heiß ist, sitzt man im klimatisierten Auto. Aber hey, genau das ist ja das Schöne am Motorradfahren: nicht nur das Fahren an sich, sondern das Erleben der Elemente auf direkte Art und Weise, nicht nur visuell! Schwitzen bei 30°C, nass werden im Regen, von der Bura von der Straße gepustet werden – DAS ist Motorradfahren! Das Innehalten an einem Ort, wo man es besonders schön findet – an einer Schlucht, auf einem Pass, an einem Fluss – was und wo auch immer – man hat die Freiheit, die Möglichkeit und die Zeit, das zu tun, worauf man gerade Lust hat. Und Menschen lernt man nicht auf der Autobahn kennen – die besten Begegnungen hatten wir immer bei einer Pause in einem Dorf, in einem Wald oder auf einem Schotterparkplatz mitten in der Pampa. DAS ist das Leben!

„Life isn´t about waiting for the storm to pass, it´s about learning to dance in the rain“

Und genau solche Dinge machen unsere Reisen zu dem, was sie sind: zu unserem ganz persönlichen Abenteuer. Auf dem Motorrad bist Du ein Exot, etwas Besonderes, man bringt Dir Respekt und Anerkennung entgegen – im Auto hingegen bist Du nur irgendjemand in einer Kiste auf Rädern.

Dennoch bereuen wir nicht, es auf diese Weise gemacht zu haben. Denn hätten wir es nicht gemacht, wüssten wir es jetzt nicht besser. Vor allem sind wir froh und dankbar, dass wir diese Tour überhaupt machen konnten in Anbetracht aller persönlichen Umstände in unserem Leben. Und somit kehre ich wieder zurück zu meine Spruch zu Beginn dieses Berichts:

„Genieße Deine Zeit, denn sie kehrt nicht zurück! Das, was zurück kehrt ist die Reue, Zeit verloren zu haben“

Wir haben unsere kurze Zeit auf jeden Fall genossen und bereuen nichts!

Blue Eye Kroatien
Eisenbahnbrücke Martinbrod (Bosnien)